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Meine Geschichte sehr kurz und bündig:

Mit 14 Jahren in 1984 fing das “Disaster“ an. Damals wohnte ich in Carmel, Kalifornien und ging gerade zur High School. Ich kann mich nicht mehr genau an den Tag erinnern, an dem alles begann, da es langsam mit Durchfällen anfing und sich immer mehr steigerte zu blutigen und sehr häufigen Stuhlgängen, die dann auch immer abartiger stanken, Krämpfe, große Schmerzen und immer häufiger auftretene Fieberattacken. Ich brauchte dann mit der Zeit bis zu 2 Stunden um eine Scheibe Brot zu essen, da Essen mit Schmerz verbunden war. Sobald ich etwas aß, kamen auch schon die Schmerzen. Nicht all zu lange danach mehrmalige Gänge zur Toilette. Das Körpergewicht war um 15 kg bis auf 48 kg zurückgegangen. Als ich nachts dann die voll von Schweiß durchnäßten Bettlaken - zum Teil 2-3 mal pro Nacht wechseln musste - ging ich nach 1 ½ Jahren Leiden endlich zum Arzt. Zuerst wurde ein Magengeschwür vermutet. Wie schön wäre es gewesen wenn es “nur“ ein Magengeschwür gewesen wäre ! Als ich auf diese Medikamente nicht ansprach, wurde ich genauer untersucht. Zunächst von Ärzten von oben bis unten untersucht, Blutuntersuchungen, Magen- und Darmspiegelungen etc. Dann die Diagnose – Morbus Chron !

Danach wurde ich in der Uni-Klinik von Stanford, Kalifornien wiederholt untersucht, da meine Mutter die Gewissheit haben wollte und noch hoffte dass es eine Fehldiagnose war. Dann die Bestätigung - tatsächlich Morbus Crohn ! Ich hatte keine Ahnung was auf mich da zukommt. War nur froh dass endlich gefunden wurde was mit mir nicht stimmte und sah zuversichtlich in die Zukunft. Dann wurde ich des Besseren belehrt – es gibt kein Heilmittel, sondern ich musste Kortison und Salofalk schlucken. Es wurde mir erklärt dass Morbus Chron Patienten oft eine mehrjährige schubfreie Zeit verbringen könnten, doch auch dieses Glück hatte ich nicht. Heute nach über 25 Jahren mit der Krankheit kann ich nur auf ca. 1 Jahr (verteilt auf die über 25 Jahre) ohne Kortison und ohne Schub zurückblicken. Es waren zwar auch lange Zeiten ohne Schub, doch nur solange ich mein Kortison zu mir nahm. Entweder ich nahm Kortison oder ich wurde wieder krank. Es gab mal hier oder da einen Arzt, der meinte ich solle doch versuchen vom Kortison los zu kommen, da es ein sehr schädliches Medikament ist. Es gab auch einen Arzt der mich mit all seinen Möglichkeiten unterstützt hat, doch wenn der Schub kam blieb immer nur das Kortison. Nichts anderes schien zu helfen.

Mir sagte mal eine Heilpraktikerin dass das Kortison mich töten wird. Natürlich wusste ich, dass es nicht gut ist, doch die Ärzte gaben es mir ohne große Bedenken. Wenn die Entzündungswerte zu hoch waren, dann gab es wieder einmal eine höhere Dosis. Inzwischen haben ich große Schäden im ganzen Körper von diesem Gift. Meine Knohendichte ist die eines ca. 55 Jährigen Menschen (gemessen als ich gerade mal 32 Jahre alt war), ich habe extreme Trübung beider Auglinsen (Grauer Star), meine Gelenke sind kaputt, ich habe kaum noch Haare auf dem Kopf, mein Körper ist von Kortison abhängig, da meine Nebenniere selbst kein Kortison mehr produziert, sechs mehrwöchige Krankenhausaufenthalte habe ich schon hinter mich gebracht (einmal sogar 9 Wochen + 3 Wochen Kur) und mein allgemeiner gesundheitlicher Zustand war und ist nicht zu gut. Die Aussage von der Heilpraktikerin war also realistisch. Kortison schädigt den Körper auf unzähligen verschiedensten Wegen. Ich musste diesen Kreislauf durchbrechen – Entzündungswerte hoch -> Kortisondosis erhöhen -> Entzündung geht etwas zurück -> langsam Kortison ausschleichen -> die Entzündung wird wieder intensiver –> Erhöhung der Kortison Dosis....etc. Ich war am Ende langsam fix und fertig. Mein Körper war ein Wrack, ich wusste keinen Weg da heraus, die Ärtzte wollen zwar helfen, doch mit den derzeitigen Mitteln und die sture Anwendung der Schulmedezin brachte mich nicht weiter. Ich bekam auch ein Medikament mit den Namen „Zytrim“ was zuerst vielversprechend wirkte. Ich konnte die Kortisondosis reduzieren und dann sogar für ca. 2 Monate absetzen bis dann der nächste Schub einsetzte. Dann fing der gewohnte Kreislauf wieder von vorne an. Jetzt nahm ich ein Medikament das mich vom Kortison weg bringen sollte, doch das Kortison blieb. Die Kortisondosis hätte ich zuletzt auch wieder erhöhen dürfen und zusätzlich nahm ich weiterhin das Zytrim, dass ebenso viele Nebenwirkungen hat und mein Immunsystem herab setzt. Körperlich und seelisch war ich zu diesem Zeitpunkt am Ende. Immer wenn ich fortging oder etwas unternehmen wollte worauf ich mich besonders freute ging es mir nicht besonders gut. Ich ließ mich zwar nicht von den Vorhaben aufhalten, doch war es nie richtig schön mit den Schmerzen, mit dem Durchfall und oft dann mit der Hose voll. War dann immer nach kurzer Zeit ungemütlich. Ich ließ mir aber nichts anmerken und zog es dann durch – ohne große Freude. Wäre zu diesem Zeitpunkt lieber immer zuhause geblieben, doch dann würden andere merken dass was nicht stimmte. Jetzt war der Wendepunkt wo ich einen anderen Weg fnden musste, sonst gehe ich echt noch drauf. Soweit kann ich mich nicht beschweren, denn ich hatte noch keine Operation und keinen künstlichen Ausgang, doch diese  Schmerzen und diese Nebenwirkungen von über 25 Jahren Kortison. Auch immer die unnagenehme Situation mit dem ewigen Klo gerenne und oftmals die Hose voll. Echt erniedrigend und peinlich. Nur meine engsten Freunde und meine Familie wusste von der Krankheit – sonst keiner ! Ich schämte mich für diese Krankheit und fühlte mich nicht als ganzer Mensch. Ich wollte so sein wie die anderen und einfach keine Sorgen und Probleme haben müssen. Ich lebte so gut ich konnte wie jeder normale Mensch und unterdrückte die Schmerzen und überspielte die Toilettengänge. Keiner, der es nicht merken sollte, hat wirklich was gemerkt. Vielleicht sollte ich Schauspieler werden ?

Es war sehr schwer, doch irgendwie konnte ich dieses Immage aufrechterhalten dass mir nichts fehlte. Ich hatte oft zuhause sehr schlechte Laune oder war einfach fertig mit der Welt und dies habe ich meist an meine Partnerin ausgelassen. Dies tat mir zwar immer im nachhinein leid, doch irgendwie konnte ich in diesem Moment nicht anders. Jetzt habe ich viel gut zu machen, da es mit mir oft wirklich nicht schön war. Meine jetztige Ehefrau hat dies gewusst und es so hingenommen – auch wenn es für sie schwer war. Ich möchte mich an dieser Stelle bei ihr für die Geduld und dafür dass sie zu mir gehalten hat bedanken und dafür entschuldigen dass ich oft so gereizt und böse zu ihr war. Ich denke auch das Kortison hat zu diesen Launen beigetragen. Es verändert auch die Persönlichkeit. Auch war es immer ein Problem für mich wenn es wieder im Darm zwickte, denn dann hatte ich einfach Angst dass es mich wieder erwischt und ich wieder ins Krankenhaus musste. Es war sicherlich nicht leicht mit mir zu leben. Ich hatte schon immer einen großen Lebensmut/Lebenswillen und habe alles von der positiven Seite gesehen auch wenn manch ein anderer depressiv geworden wäre, doch ich habe immer alles mit großer Hoffnung und zuversicht genommen. Es waren nur diese schlechten Launen, die nicht zu kontrollieren waren. Nun war die Zeit gekommen dass ich Nachforschungen beginnen wie ich wieder gesund werden kann.

Natürlich hatte ich schon über die Jahre sehr viel ausprobiert von Weihrauch (half bei mir nur bedingt) über Wobenzym und viele andere Medikamente wie anti TNF, Wurmeier (TSO), Heilpraktiker Besuche und unzählige andere Behandlungen. Nichts hat richtig eingeschlagen. Habe schon ettliche Tausende von Euro für die verschiedensten Mittelchen, Behandlungen und Heilpraktikerbesuche ausgegeben, doch nichts brachte mir den ersehnten Erfolg. Auch hatte ich in der Vergangenheit herausgefunden, dass eine Chemotherapie diese Krankheit beseitigen könnte. Wenn es mir leicht gemacht worden wäre, dann hätte ich es über mich ergehen lassen – so verzweifelt war ich schon. Mit meinem heutigen Wissen würde ich dies niemals tun außer es wäre die letzte Möglichkeit zu überleben.

Ich fing also an im Internet zu recherchieren und nach Erfolgsgeschichten zu suchen. Es ist nicht leicht solche zu finden, doch nach reichlicher Recherche und nach dem Lesen unzähliger Bücher und Skripte habe ich meine eigene Strategie entwickelt. Diese Strategie konnte ich jedoch aus finanziellen Gründen nicht ewig aufrecht erhalten und bin dann schließlich in alte Ess- und Verhaltensmuster zurückverfallen. Eine gewisse Zeit lang ging es mir noch gut, doch dann kam auch schon mein Darm und medete sich zurück. Nach und nach ging es mir wieder schlechter, bis ich wiedr entgültig am Boden angelangt bin. Es musste etwas geschehen, doch es durfte nicht wieder Euro 400,-- bis 500,-- im Monat kosten, denn nun hatte ich eine Familie (2 kleine Kinder und meine Frau ) zu ernähren.Im Jahr 2011 fing ich mich dann wieder um meine Gesundheit zu kümmern und rechachierte erneut. Ich bin zur Erkenntnis gekommen, wie auch zuvor dass es die Ernährung ist, die über Gesundheit oder Krankheit entsheidet. Ich wollte es eigentlich nie hören oder gar ändern, doch am Ende muss ich es mir eingestehen! Was ich an meinem Leben änderte finden Sie unter dem Menü "Mein Erfolgsweg

Natürlich könnte ich Ihnen viel mehr von dem Leid und alle möglichen Geschichten aufzählen, doch Sie als betroffener dieser Krankheit wissen genau wie es ist. Ich halte mich schon einige Zeit an dem, was im Menü "Mein Erfolgsweg" steht und mir geht es heute besser als je zuvor in den letzten 25 Jahren.

Anmerkung: Ich bin weder ein Arzt noch habe ich Medizin, Ernährungswissenschaften oder ähnliches studiert. Ich bin “nur“ ein Morbus Crohn Patient, der seinen eigenen Weg zur drastischen Besserung sowie eine Wiedererlangung der Lebensqualität gefunden hat. Von einer Heilung möchte ich noch nicht reden, doch fühle ich mich um Welten besser und habe seither kaum noch Probleme. Nur anfangs hatte ich nach etwa 10-12 Tagen eine kurzfristige Verschlechterung (hatte für ca. 5-6 Tage das Gefühl als hätt ich erneut einen Schub) In dieser Zeit erhöhte ich jedoch nicht wie üblich die Kortison Dosis, sondern hielt mich einfach weiter an den Plan und siehe es ging dann wieder aufwärts. Ich kann auch niemanden versprechen, dass diese Methode für ihn/ihr erfolgreich sein wird, da jeder Mensch anders ist. Jeder Mensch und jede Krankheit ist individuell, doch habe ich große Zuversicht dass diese Maßnahmen vielen entweder ein großes Stück helfen wird oder sogar die Krankheit zu verbannen hilft. Ich wünsche mir, dass ich vielen Mitbetroffenen hiermit helfen kann. Auch würde ich mich freuen wenn Sie mir über die Erfolge oder Mißerfolge berichten. Es ist unsere Pflicht diese Erfahrungen mit anderen Betroffenen dieser Krankheit zu teilen. Ich selbst wäre froh gewesen, wenn ich schon vor langer Zeit auf diese Behandlung gestoßen wäre. Auch finde ich, dass es im Internet zu wenige Erfolgsgeschichten gibt. Dies liegt bestimmt nicht nur daran, dass es kaum welche gibt, sondern kaum jemand teilt diese Geschichten mit anderen. Natürlich ist es zu verstehen dass man so viel nachzuholen hat, wenn man endlich sein “gesundes“ Leben wieder hat, doch es kostet wirklich nicht viel Zeit mal ein paar Zeilen zu schreiben und seine Erfahrung zu teilen. Viel Erfolg !

Anmerkung: 

Ich bin weder ein Arzt noch habe ich Medizin, Ernährungswissenschaften oder ähnliches studiert. Es ist zu empfehlen jede Behandlung mit Ihren behandelnden Arzt ab zu sprechen. Jeder ist für sich und seine Gesundheit verantwortlich. Ich lehne jegliche Verantwortung, die aus eigenverantwortliche Behandlung ohne Aufsicht eines Arztes durchgeführt wird, ab.

 

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